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Arbeitsschutz beim Schweißen: Effektive Maßnahmen für maximale Sicherheit

Geschrieben von Ulrike Auer | 17.07.2024 08:10:56

Die wichtigsten Sicherheitsvorkehrungen und Vorschriften für den sicheren Schweißarbeitsplatz

Beim Schweißen verschmelzen Metalle unter extremen Temperaturen, begleitet von intensivem Funkenflug. Diese Prozesse bergen schwerwiegende Gefahren für die Arbeitenden selbst und stellen eine potenzielle Brandgefahr dar. Daher sind klare Sicherheitsvorkehrungen und strenge Arbeitsschutzmaßnahmen beim Schweißen unerlässlich, um Unfälle zu verhindern und die Gesundheit der Beschäftigten zu schützen. Welche Maßnahmen Sie für die Sicherheit beim Schweißen in Ihrem Unternehmen ergreifen können, welche Risiken es gibt und welche Rolle Arbeitsplatzmatten bei der Prävention spielen, das erfahren Sie in diesem Blogartikel. 

 

Gefahren und Risiken beim Schweißen

Beim Schweißen bestehen verschiedene Gefahren und Risiken, die einen umfassenden Arbeitsschutz erforderlich machen. Physikalische Gefahren bestehen in der Hitze sowie in Funken und Strahlung, die zu schweren Verbrennungen und Augenschäden führen. Chemische Gefahren entstehen durch Gase, Rauch und Dämpfe, die Atemwegserkrankungen verursachen.  

 

Sicherheit beim Schweißen senkt gesundheitliche Risiken

Mechanische Gefahren beinhalten das Verletzungsrisiko durch scharfe Kanten und schwere Geräte, während gesundheitliche Risiken wie Verbrennungen, Augenschäden und Atemwegserkrankungen besonders beachtet werden müssen. Eine strikte Einhaltung der Sicherheitsvorschriften und Sicherheitsregeln beim Schweißen ist daher unerlässlich, um Schweißsicherheit und Arbeitsschutz zu gewährleisten, insbesondere bei Schweißarbeiten in Räumlichkeiten mit entflammbaren Materialien und Elektrizität. 

 

 

Gesetzliche Vorgaben und Regelungen fürs Schweißen

Beim Schweißen gelten bestimmte gesetzliche Vorgaben und Verordnungen, die den Arbeitsschutz und die Sicherheit der Beschäftigten gewährleisten sollen. Zentrale Regelungen umfassen: 

  • Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG): Das Gesetz verpflichtet Arbeitgeber, die Gesundheit und Sicherheit der Arbeitnehmer durch geeignete Maßnahmen zu gewährleisten und zu verbessern. Dies schließt die Identifizierung von Gefährdungen und die Umsetzung entsprechender Schutzmaßnahmen ein. 
  • Gefahrstoffverordnung (GefStoffV): Diese Verordnung regelt den Umgang mit gefährlichen Stoffen, zu denen auch Schweißrauche und -dämpfe zählen. Arbeitgeber müssen Schutzmaßnahmen ergreifen, um die Exposition der Mitarbeiter gegenüber diesen Stoffen zu minimieren. 

 

Europäische Sicherheitsvorschriften fürs Schweißen

Europäische Normen und Richtlinien ergänzen die nationalen Regelungen und bieten spezifische Vorgaben für verschiedene Aspekte des Schweißens: 

  • EN ISO 15011: Diese Norm behandelt die Messung und Bewertung von Schweißrauchen und Schadstoffen, die beim Schweißen entstehen, und legt Grenzwerte und Schutzmaßnahmen fest, um die Belastung der Arbeitnehmer zu reduzieren. 

 

Schweißsicherheit: Pflichten des Arbeitgebers und der Arbeitnehmer

  • Arbeitgeberpflichten: Arbeitgeber sind verpflichtet, Gefährdungsbeurteilungen durchzuführen, geeignete Schutzmaßnahmen zu ergreifen, regelmäßige Sicherheitsunterweisungen zu organisieren und die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften zu überwachen. 
  • Arbeitnehmerpflichten: Arbeitnehmer müssen die bereitgestellten Schutzmaßnahmen und Sicherheitsvorschriften einhalten, Schutzausrüstung ordnungsgemäß verwenden und potenzielle Gefährdungen sofort melden. 

 

Bedeutung von Arbeitsschutzmanagement-Systemen

Arbeitsschutzmanagement-Systeme unterstützen die systematische Umsetzung von Sicherheitsmaßnahmen: 

  • OHSAS 18001 und ISO 45001: Diese internationalen Standards bieten einen Rahmen für das Management von Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz. Sie helfen Unternehmen, Risiken zu identifizieren und zu minimieren, gesetzliche Vorgaben zu erfüllen und die Sicherheitskultur kontinuierlich zu verbessern. 

 

 

Welche Rolle spielt die Persönliche Schutzausrüstung (PSA)?

Die Persönliche Schutzausrüstung (PSA) spielt eine entscheidende Rolle im Arbeitsschutz beim Schweißen, da sie die Arbeiter vor gefährlichen Funken, intensivem Licht und hohen Temperaturen schützt. Notwendige Arbeitssicherheit beim Schweißen verleihen dabei Schutzhelm, Schutzbrille, Schutzhandschuhe und spezielle Schweißschutzkleidung, die gegen Hitze und Funken resistent ist. 

 

 

PSA richtet sich nach Sicherheitsvorschriften fürs Schweißen

Die Auswahl der richtigen PSA richtet sich nach den spezifischen Risiken der Schweißarbeiten und den geltenden Sicherheitsvorschriften fürs Schweißen. Dazu gehören Kriterien wie Materialbeständigkeit, Passform und die Schutzklasse, um eine effektive Sicherheitsbarriere zu gewährleisten. 

 

Pflege der PSA gewährt Arbeitsschutz beim Schweißen

Wartung und Pflege der PSA sind unerlässlich, um ihre Schutzfunktion dauerhaft zu gewährleisten. Regelmäßige Inspektionen auf Abnutzung und Beschädigungen sowie die sachgemäße Reinigung und Lagerung tragen zur Langlebigkeit und Zuverlässigkeit der Ausrüstung bei. 

 

 

Technische Maßnahmen: Arbeitsschutz beim Schweißen

Technische Schutzmaßnahmen spielen eine entscheidende Rolle beim Arbeitsschutz beim Schweißen. Absauganlagen und Lüftungssysteme sind notwendig, um Schweißrauchen zu reduzieren und die Atemluft sauber zu halten, was wesentlich zur Gesundheit der Schweißer beiträgt. Sicherheitsvorkehrungen bei der Nutzung von Schweißgeräten, wie Lichtbogenschweißgeräten, sind ebenfalls wichtig. Diese umfassen regelmäßige Wartungen und Inspektionen der Geräte, um elektrische Gefahren zu minimieren und sicherzustellen, dass keine entzündlichen Materialien in der Nähe der Schweißarbeiten gelagert werden. 

 

Flammhemmender Boden für Schweißsicherheit

Der Einsatz von Schweißvorhängen und -schirmen schützt andere Personen im Arbeitsbereich vor Funkenflug und schädlicher UV-Strahlung. Flammhemmender Boden in der Schweißzone reduziert die Gefahr von Bränden, indem er das Entflammen von Funken verhindert. Notfallmaßnahmen und Erste Hilfe müssen gut geplant und jederzeit zugänglich sein. Dies umfasst das Vorhandensein von Feuerlöschern, Erste-Hilfe-Kits und die Schulung der Mitarbeiter in Erster Hilfe, um im Falle eines Unfalls schnell reagieren zu können. 

 

 

Organisatorische Schutzmaßnahmen beim Schweißen

Durch die Umsetzung dieser organisatorischen Schutzmaßnahmen können Unternehmen das Risiko von Unfällen und gesundheitlichen Beeinträchtigungen minimieren und die Schweißsicherheit nachhaltig verbessern. Organisatorische Schutzmaßnahmen beim Schweißen umfassen: 

 

 

 

FIRE-Arbeitsplatzmatten als Bestandteil eines sicheren

Schweißarbeitsplatzes:

 

 

FIRE-Arbeitsplatzmatten tragen zur Optimierung der Arbeitssicherheit beim Einrichten eines Schweißarbeitsplatzes bei. Die Vorteile von Arbeitsplatzmatten als Bestandteil eines sicheren Schweißarbeitsplatzes sind: 

 

 

 

 

Technische und organisatorische Maßnahmen gegen Unfälle

Die Einhaltung von Sicherheitsvorschriften und der Einsatz persönlicher Schutzausrüstung sind entscheidend für die Sicherheit beim Schweißen. FIRE-Arbeitsplatzmatten bieten zusätzlichen Schutz vor elektrostatischen Entladungen und unterstützen die allgemeine Arbeitssicherheit. Durch die richtige Auswahl, Wartung und Pflege der PSA sowie die Implementierung technischer und organisatorischer Maßnahmen können Unfälle vermieden und die Gesundheit der Schweißer geschützt werden. 

 

 

 

FAQ: