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So geht effektiver Brandschutz am Arbeitsplatz

Geschrieben von Ulrike Auer | 26.05.2023 11:29:28

Brände verursachen erhebliche Schäden und Kosten. Reichen Feuerlöscher und Brandschutztüren demnach aus? Eine Frage, die sich Brandschutz-Beauftragte immer öfter stellen, um effektiv und nachhaltig zu handeln. Ein umfangreiches Brandschutzkonzept ist dabei der Schlüssel zum Erfolg.

 

Warum Brandschutz eine hohe Priorität hat

Schmorende Kabel, erhöhte Temperaturen an Fördermotoren, Defekte an Kälte- und Klimaanlagen,… sind Beispiele für Brandursachen. Es gibt umfangreiche Studien, die sich mit dem Verhältnis zwischen Brandschutz-Maßnahmen und Kosten beschäftigen. Eine Quintessenz der Analysen ist, dass Investitionen in flammhemmenden Ansätzen langfristig die Ausgaben reduzieren und eine fortlaufende Produktion sicherstellen.

Laut Studie "Allianz Risk Barometer", erstellt von der Allianz Global Corporate & Specialty SE (AGCS), liegt im Bauwesen der durchschnittliche Verlust durch Betriebsunterbrechungen bei 2,2 Millionen Euro. Dieser ist um 36% höher als der direkte Sachschaden (1,6 Millionen Euro). Feuer und Explosion sind hier die Hauptursache.

Quelle: BS Brandschutz

Vor Brandgefahren ist keine Firma geschützt. Feuer in Verbindung mit Gas, Öl und diverser hochentflammbaren Flüssigkeiten beispielsweise, lösen enorme Schäden aus:

  • Verletzungen oder Todesfälle im Team
  • Beschädigung an Gebäude, Büro-Einrichtungen, Produktionsanlagen, Lagerbeständen
  • Rechtliche Konsequenzen bei Fahrlässigkeit 

Verlust von Mitarbeiter*innen oder Stillstände in der Produktion inkl. verloren gegangener Kundenaufträge, … all das sind Beispiele, die Kosten in Millionenhöhe verursachen!

 

Gesetzliche Grundlagen des Brandschutzes

In Österreich gibt es verschiedene Brandschutzordnungen, die zu beachten sind: 

  • Arbeitsstättenverordnung: Österreichische Arbeitgeber (unabhängig von Branche und Tätigkeiten) sind verpflichtet, Bestimmungen einzuhalten und die Sicherheit der Beschäftigten zu gewährleisten. Darunter fallen:
    • Flucht- und Rettungswege
    • Brand- und Explosionsschutz
    • Gestaltung von Arbeitsplätzen
    • Gesundheitsschutz

  • Brandschutzgesetze und -verordnungen regeln in Österreich den Schutz von Personen, Gebäuden und Umwelt vor Bränden. Generell verpflichten sich alle Unternehmen zur Einrichtung und Aufrechterhaltung von Fluchtwegen, Brandmeldeanlagen, Feuerlöschmittel und Evakuierungspläne.

  • Europäische Brandschutzklassen bewerten das Brandverhalten von Bauprodukten. Sie helfen bei der Auswahl geeigneter Materialien im Gebäude (Wände und Decke, Bodenbeläge, Brandschutztüren und Fassaden). Fußböden beispielsweise dürfen in öffentlichen Gebäuden ausschließlich mit der Brandschutz-Zertifizierung EN13501-1 = „schwer entflammbar“ verbaut werden.

 

Brandschutzkonzept am Arbeitsplatz 

Um Brände zu verhindern, flammhemmende Maßnahmen für einen vorbeugenden Brandschutz einzusetzen und optimal zu reagieren, ist ein Brandschutzkonzept hilfreich. Dieses umfasst neben der Auflistung von Feuerlöschern, Brandschutztüren und Brandschutztore drei grundlegende Aspekte für einen Brandschutzplan:

 

 

  1. Brandrisiken identifizieren: Ähnlich wie bei „Beinahe-Unfälle“ in Betrieben bewerten Unternehmen ihre Chancen und Risiken in Bezug auf die Brandgefahr.

  2. Vorbeugende Maßnahmen: 
    • Installation von Brandmeldesysteme, wie Rauchmelder, Wärme- und Flammmelder   
    • Bereitstellen von Feuerlöscher und Feuerlöschmittel, die leicht zugänglich sind
    • Gekennzeichnete Flucht- und Rettungswege
    • Regelmäßiges Warten und Prüfen von Anlagen und Geräte
    • Sichere Lagerung von leicht entflammbaren Materialien
    • Definition von Notfall- und Evakuierungspläne

  3. Organisatorische Maßnahmen: Ein Brandschutzkonzept beinhaltet organisatorische Ansätze für die effiziente Planung und Koordination innerhalb eines Unternehmens. Ein Brandschutzbeauftragter ist für die Umsetzung und Einhaltung der Maßnahmen am Arbeitsplatz verantwortlich. Dieser trägt durch regelmäßige Schulungen zu einer aktiven Verbesserung des Brandschutzes bei.

 

 

Wie flammhemmende Arbeitsplatzmatten Brände vermeiden

Funkenflüge, die beim Arbeiten wie Schweißen, Schneiden oder Schleifen auftreten, stellen ein erhebliches Brandrisiko dar. Sie erreichen bis mehrere Tausend Grad Celsius und entzünden leicht brennbares Material in nur wenigen Sekunden. Aufgrund ihrer extremen Hitze ist es äußerst wichtig, geeignete Sicherheitsvorkehrungen zu treffen. Eine Maßnahme sind feuerbeständige Arbeitsplatzmatten mit der Europäischen Brandschutzklassen-Zertifizierung EN13501-1. Fällt ein Funke von einer Maschine auf eine "schwer entflammbare" Gummimatte der Klassifizierung Bfl-s1*, führt dies zu einer sofortigen Erstickung der Flamme und Unterbindung von Rauchentwicklung.

Auch elektrostatische Entladungen stellen eine Gefahr für Menschen dar. Mit ESD-Arbeitsplatzmatten der Marke ERGOLASTEC® haben Funkenflüge keine Chance. 

In Zusammenarbeit mit der Firma Geschenkschmiede Bernhofer in Österreich wurde das Verhalten der flammbeständigen Arbeitsplatzmatte ERGOLASTEC® fire aus dem Hause KRAIBURG MATTING SYSTEMS unter hohen Temperaturen (1025 °C) getestet. Ein beeindruckendes Ergebnis, sehen Sie selbst:

*Bfl-s1: „schwer entflammbar“ und „smoke“ für Unterbindung einer Rauchentwicklung


Brandschutz als strategischer Grundpfeiler

Eine Produktionsfirma mit einem durchdachten Brandschutzkonzept ist in der Lage, die Sicherheit der Beschäftigen, Anlagen und Ressourcen zu gewährleisten. Neben Feuerlöschern & Co. sind flammhemmende Arbeitsplatzmatten eine ziemlich clevere Kapitalanlage: hochwertige Gummimatten mit der Zertifizierung Bfl-s1 ersticken Funkenflüge binnen Sekunden und verringern die Brandgefahr im Unternehmen. 
 
Haben wir Sie von der Wichtigkeit eines effektiven Brandschutzes in Ihrer Firma überzeugt? Und würden Sie gerne wissen, wie sich eine ergonomische und zugleich flammhemmende Arbeitsplatzmatte an einer ihrer Produktionslinien in Form einer Puzzlelösung positionieren lässt? Dann fordern Sie jetzt eine kostenlose Testmatte an.