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Ex-Zonen: Wo’s knallt und wie Sie sich absichern

Geschrieben von Ulrike Auer | 06.05.2026 09:53:55

Ex-Zonen sind Bereiche, in denen eine explosionsfähige Atmosphäre durch Gase, Dämpfe oder Stäube entstehen kann. Diese werden nach der Häufigkeit und Dauer der Gefahr in verschiedene Zonen unterteilt. Solch eine Einteilung ist besonders wichtig, da Explosionen schon durch kleinste Zündquellen ausgelöst werden können. Ex-Zonen gelten deshalb als hoch-sicherheitsrelevant und erfordern einen besonderen Explosionsschutz.

Ex-Zonen: Grundlagen und Bedeutung

Ex-Zonen sind Bereiche, in denen eine Explosionsgefahr besteht, zum Beispiel beim Umgang mit explosionsfähigen Stoffen in Industrie, Lagerung oder Transport. Die Einteilung in verschiedene Zonen hilft dabei, passende Schutzmaßnahmen festzulegen und Explosionen zu verhindern oder im Ernstfall besser zu kontrollieren:

  • Gas-Ex-Zonen gelten für Bereiche, in denen brennbare Gase, Dämpfe oder Nebel auftreten können (z.B. Lösungsmittel, Treibstoffe)
  • Staub-Ex-Zonen gelten für Bereiche, in denen sich brennbarer Staub ansammeln kann (z. B. Mehl, Holzstaub oder Metallstaub).

Diese Unterscheidung ist wichtig, weil sich Gas- und Staubexplosionen unterschiedlich verhalten und daher auch unterschiedliche Schutzmaßnahmen erfordern.

 

ATEX-Zoneneinteilung: Übersicht und Unterschied 

Aus der Einteilung in Gas und Staub ergeben sich insgesamt sechs verschiedene Zonen, die festlegen, wie groß die Gefahr ist und welche Schutzmaßnahmen dafür nötig sind. Betriebe, die mit Explosionsgefahr arbeiten, müssen diese in einem Explosionsschutzdokument festhalten: 

 

Explosionsgefährdete Zonen 0, 1 und 2: Gasexplosion, Dämpfe und Nebel

Diese Zonen beziehen sich auf explosionsfähige Umgebungen aus brennbaren Gasen, Dämpfen oder Nebeln:

  • Zone 0: Die gefährliche Atmosphäre ist ständig oder über lange Zeiträume vorhanden.
  • Zone 1: Sie kann gelegentlich im Normalbetrieb auftreten.
  • Zone 2: Sie tritt normalerweise nicht auf und wenn doch, dann nur selten und kurzzeitig.

 

ATEX-Zonen 20, 21 und 22: Staubexplosion

Diese Zonen gelten für explosive Atmosphären in Form von brennbarem Staub:

  • Zone 20: Eine explosionsfähige Staubwolke ist ständig oder häufig vorhanden.
  • Zone 21: Sie kann gelegentlich auftreten.
  • Zone 22: Sie kommt normalerweise nicht vor und nur selten und kurzzeitig.

 

 

Gesetzliche Vorgaben für Ex-Schutzzonen

In Europa regelt die ATEX-Richtlinie (99/92/EG) den Explosionsschutz für explosionsgefährdete Bereiche. Sie gibt vor, wie diese abgesichert werden müssen, indem sie festlegt, dass geeignete Geräte, Schutzmaßnahmen für elektrische Sicherheit, ESD-Schutz und Kennzeichnungen verwendet werden müssen. Diese Normen sollen Arbeitnehmer bei ihrer Arbeit schützen.  

 

Ex-Schutz: BetrSichV über explosive Zonen

Nach der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) gelten für Anlagen mit Explosionsgefahr in Deutschland besondere Regelungen: Betreiber müssen die Anlagen regelmäßig prüfen lassen, feste Prüffristen einhalten und sicherstellen, dass nur geeignete Fachleute die Prüfungen durchführen. Außerdem muss ein Explosionsschutzdokument erstellt werden, in dem Gefahren und Schutzmaßnahmen festgehalten sind. 

 

Betreiberpflichten zum Explosionsschutz: Zonen festlegen und ausreichend kennzeichnen

Die Regeln im Umgang mit explosionsfähigen Stoffen sorgen dafür, dass Risiken klein bleiben und alles sicher betrieben wird. Besonders in Kombination mit all den anderen Richtlinien, die ein Unternehmen zu berücksichtigen hat, kann das schnell mal unübersichtlich werden. Hier sind die Pflichten für Betreiber deshalb kurz zusammengefasst:

  • Gefährdungsbeurteilung und Explosionsschutzdokument: Risiken ermitteln, Ex-Zonen festlegen und alle Schutzmaßnahmen dokumentieren.
  • Schutzmaßnahmen und Kennzeichnung: Technische, organisatorische und persönliche Maßnahmen umsetzen, Ex-Bereiche kennzeichnen und Mitarbeitende unterweisen.
  • Prüfungen und Prüffristen: Anlagen und Schutzsysteme regelmäßig durch Fachkundige prüfen lassen und vorgeschriebene Intervalle einhalten.

 

Risiken und Gefahren im Ex-Bereich: Zonen ausreichend schützen

Obwohl Unfälle durch Explosionen keine Seltenheit sind, werden die Risiken im Arbeitsalltag doch oft unterschätzt. Schon kleinste Zündquellen wie Funken oder elektrostatische Aufladung reichen aus, um eine Explosion auszulösen. Es ist also entscheidend, die Gefahren zu kennen und typische Fehler zu vermeiden, um Menschen, Anlagen und die Umwelt zu schützen. Für den Flammschutz Ihres Betriebs sollten Sie diese Risiken im Blick haben:
 
 
 

Typische Fehler im Umgang mit Ex-Zonen 

Viele der Arbeitsunfälle entstehen, weil es trotz klarer Vorschriften und Sicherheitsmaßnahmen immer wieder zu Fehlern im Umgang mit Ex-Zonen kommt. Unachtsamkeit, fehlendes Wissen oder Betriebssicherheit, die hinten angestellt wird: Fehler, die für den Moment funktionieren, im schlimmsten Fall aber Leben kosten können. Zu den häufigsten zählen:

  • Zündquellen werden nicht konsequent vermieden
  • Unzureichende Erdung, wodurch statische Aufladung entstehen kann
  • Ex-Zonen sind falsch oder gar nicht festgelegt
  • Prüfungen oder Wartungen werden nicht regelmäßig oder fachgerecht durchgeführt
  • Mitarbeiter sind nicht ausreichend geschult oder kennen die Gefahren nicht
  • Schutzmaßnahmen werden nicht eingehalten

 

 

 

Anforderungen an Materialien und Ausstattung in Ex-Klassen

Der eigene Schutz steht immer an erster Stelle, besonders in explosionsgefährdeten Bereichen. Dafür spielen die richtige Materialauswahl und Industrieausstattung die entscheidende Rolle. Sie müssen nicht nur funktional sein, sondern vor allem dazu beitragen, die Sicherheit im Betrieb zu gewährleisten. Je nach Einsatzbereich gelten besondere Anforderungen, die unbedingt einzuhalten sind:

  • Ableitfähigkeit/Antistatik: Materialien müssen elektrostatische Aufladungen verhindern bzw. ableiten, damit keine Funken entstehen.
  • Chemikalienbeständigkeit: Werkstoffe müssen gegenüber den eingesetzten Stoffen beständig sein, um Schäden, Leckagen oder gefährliche Reaktionen zu vermeiden.
  • Rutschhemmung: Böden und Oberflächen sollten rutschfest sein, um Unfälle zu verhindern, besonders bei Staub, Flüssigkeiten oder Öl.
  • Funkenbildung vermeiden: Geräte und Materialien müssen so ausgelegt sein, dass sie keine Funken oder heißen Oberflächen erzeugen (z. B. ex-geschützte Geräte).
  • Robustheit und Sicherheit: Ausstattung sollte stabil, langlebig und für den Einsatz in gefährdeten Bereichen geeignet sein.

 

 

So wichtig ist ein ableitfähiger Boden in der Ex-Zone

Ein spezieller Blick richtet sich auf die Böden in Ex-Zonen. Sie sind besonders sicherheitsrelevant, weil sie mehrere Gefahren gleichzeitig beeinflussen. Erfüllen sie die richtigen Anforderungen, tragen sie wesentlich dazu bei, Explosionen und auch Arbeitsunfälle zu vermeiden.  

 

Das muss funktionieren: Anforderungen an den Industrieboden 

Industrieböden müssen so beschaffen sein, dass die den sicheren Betrieb unterstützen. Auch müssen sie den Anforderungen an Materialien gerecht werden. Sprich: Sie müssen antistatisch bzw. ableitfähig, rutschhemmend, leicht zu reinigen, robust und langlebig sein. Das Problem: Kaum ein Boden bringt diese Eigenschaften gleich mit. Ergonomische Hilfsmittel wie Bodenmatten helfen, den Anforderungen dann gerecht zu werden.  

 

Eine Arbeitsplatzmatte, die Ex-Zonen verändert 

Arbeitsplatzmatten von KRAIBURG Matting Systems sind ideal für die Sicherheit Ihres Unternehmens. Sie sind besonders industrietauglich, denn sie sind hitzebeständig, sorgen für sicheren Stand und reduzieren die Unfallgefahr. Außerdem bringen sie mit:

  • Mehr Sicherheit durch rutschhemmende und antistatische Eigenschaften
  • Ergonomische Entlastung: weniger Rücken-, Fuß- und Gelenkbeschwerden sowie geringere Ermüdung
  • Mehr Komfort durch Dämpfung und Isolierung gegen Bodenkälte
  • Hohe Wirtschaftlichkeit dank Langlebigkeit, einfacher Reinigung und reduzierter Ausfallzeiten
  • Flexible Einsatzmöglichkeiten an verschiedenen Arbeitsplätzen und individuell anpassbar

 

 

 

Beispiele aus dem Ex-Bereich: So verhalten sich Arbeitsplatzmatten in Zonen

In vielen industriellen Arbeitsbereichen entscheidet der Boden täglich über Sicherheit, Ergonomie und Effizienz. Das zeigt sich in der Praxis besonders schnell. Je nach Branche entstehen eigene Anforderungen, die Bodenmatten wie die von KRAIBURG MATTING SYSTEMS gezielt unterstützen:

 

Ihr Ex-Zonenplan: Sicher in explosiver Umgebung

Auch wenn die Beschaffung richtiger Materialien für den Arbeitsplatz in Ex-Zonen wichtig ist, ist sie erst der zweite Schritt. Der erste Schritt beginnt mit dem richtigen Bewusstsein und einem klaren Überblick über mögliche Gefahren. Dabei spielen nicht nur Technik und Organisation eine Rolle, sondern auch die regelmäßige Kontrolle und Anpassung der Maßnahmen. Diese Checkliste hilft Ihnen dabei, Ihre Ex-Zonen sorgfältig zu planen:

 

Risikoanalyse durchführen und Explosionsschutz dokumentieren
 Ex-Zonen festlegen und ableitfähige Materialien/antistatische Bodenbeläge wählen
 Zündquellen konsequent vermeiden und geeignete Schutzmaßnahmen umsetzen
Explosionsschutzdokument erstellen und aktuell halten
regelmäßige Wartung und Prüfungen sicherstellen, eventuell ESD-Matte prüfen
Prüffristen einhalten und eine qualifizierte Inspektion durchführen lassen
Sicherheitsunterweisung für Mitarbeitende durchführen und Anlagenplanung durchgehen
die Aufgaben des Sicherheitsbeauftragten klar definieren
alle Maßnahmen regelmäßig überprüfen und bei Bedarf anpassen  

 

 

Ex-Zonen: Sicherheit auf den Punkt gebracht

Ex-Zonen machen Risiken sichtbar und helfen, passende Sicherheitsstandards für das Unternehmen festzulegen. Betreiber tragen dabei die Verantwortung für Gefährdungsbeurteilung am Arbeitsplatz, Schutzkonzepte und regelmäßige Kontrollen. Die Kombination aus den richtigen Materialien und dem Bewusstsein über das Potenzial von Gefahrenquellen ist entscheidend. Dafür gibt es spezialisierte Bodenmatten, die zusätzlich dazu beitragen, Zündquellen zu reduzieren und gleichzeitig die Sicherheit und Ergonomie am Arbeitsplatz zu erhöhen. Mit den Arbeitsplatzmatten von KRAIBURG entsteht so ein Sicherheitskonzept mit Fokus auf Arbeitssicherheit und Explosionsschutz.

 

 

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