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So schützt du deinen Betrieb

Ein unachtsamer Griff in einen geöffneten Schaltschrank, eine beschädigte Isolierung an einem Elektrowerkzeug oder ein unerwarteter Lichtbogen beim Schweißen – Situationen wie diese verdeutlichen die elektrischen Gefährdungen in der Industrie, die allgegenwärtig sind. Trotz moderner Sicherheitsstandards ereigneten sich allein im Jahr 2023 laut einer Statistik des Instituts zur Erforschung elektrischer Unfälle der BG ETEM insgesamt 4.492 Stromunfälle, von denen drei tödlich endeten. 

 


Zahlen unterstreichen die Notwendigkeit von Schutzmaßnahmen 

Diese Zahlen unterstreichen die Notwendigkeit konsequenter Schutzmaßnahmen, um die elektrische Sicherheit zu garantieren. Eine regelmäßige Elektro-Sicherheitsprüfung und die Einhaltung von Vorschriften zur elektrischen Betriebssicherheit sind unerlässlich, um Verletzungen durch Stromkreise zu verhindern. In diesem Blogbeitrag beleuchten wir die wichtigsten Aspekte der Elektrosicherheit und zeigen auf, wie Unternehmen ihre Sicherheit in der Elektrik verbessern können. Folgende 8 Tipps helfen Ihnen bei der Umsetzung: 

Regel 1: Nur Profis an den Strom

Viele kennen die Situation selbst: Der Hausmeister denkt sich: „Ach, die kaputte Steckdose repariere ich selbst!“ Ein kleiner Fehler jedoch, ein falscher Griff, und plötzlich fliegt die Sicherung raus. Im schlimmsten Fall endet die kleine Reparatur mit einem gefährlichen Stromschlag oder gar einem Brand. 
 
  • Warum ist das ein No-Go? 

    Elektrizität ist unsichtbar – aber brandgefährlich! Ohne Fachwissen sind die Risiken hoch: Stromschläge, Brände, lebensgefährliche Verletzungen. 
     
    Die Lösung: Qualifizierte Elektriker sorgen für elektrische Arbeitssicherheit im Betrieb. Sie kennen Schutzmaßnahmen bei Strom, führen Elektro-Sicherheitsprüfungen durch und gewährleisten elektrische Betriebssicherheit.  
     
  • Arbeitgeber aufgepasst!

    Laut Gesetz müssen Unternehmen sicherstellen, dass nur Fachkräfte elektrische Arbeiten übernehmen. Verstöße können nicht nur zu Verletzungen, sondern auch zu hohen Strafen führen. Das bedeutet: Keine Experimente mit Strom – für maximale Sicherheit in der Elektrik immer Profis ranlassen! 
     
     

Regel 2: Sichere Geräte und Kabel wählen

Defekte oder minderwertige Geräte und Kabel können Brände, Stromschläge und andere Verletzungen verursachen. Regelmäßige Elektro-Sicherheitsprüfungen sind essenziell für die elektrische Betriebssicherheit. 

  • Tipps für sichere Auswahl:

    Geprüfte Qualität: Achten Sie auf Prüfzeichen (z. B. VDE, GS, CE). 
    Robuste Verarbeitung: Keine billigen Nachbauten verwenden. 
    Passende Leistung: Kabel und Geräte müssen zur Belastung passen. 
     
  • Kontrollen & Inspektionen

    Regelmäßige Prüfintervalle – je nach Nutzungshäufigkeit und Umgebung. 
    Sichtprüfung: Risse, Wackelkontakte, überhitzte Stellen erkennen. 
    Fachgerechte Inspektionen durch Elektrofachkräfte gemäß Vorschriften. 
     
     

Regel 3: E-Check - Regelmäßige Inspektionen durchführen

Ein E-Check ist die beste Maßnahme, um elektrische Sicherheit in Unternehmen und Haushalten zu gewährleisten. Regelmäßige Inspektionen verhindern Unfälle, Schäden und teure Ausfälle. 

  • Warum ist der E-Check für die elektrische Sicherheit notwendig? 

    Defekte Kabel, überlastete Leitungen oder fehlerhafte Geräte erhöhen das Risiko von Stromschlägen und Bränden. Eine Elektro-Sicherheitsprüfung schützt Mensch und Technik. 
     
  • Wie oft soll die Elektro-Sicherheitsprüfung durchgeführt werden? 

    Die Häufigkeit der Elektro-Sicherheitsprüfung ist abhängig von der Nutzung und Umgebung: Im Gewerbe sollte diese jährlich stattfinden, in der Industrie halbjährlich bis jährlich. Und so läuft ein Profi-Check ab: 
     

    Sichtprüfung aller Anlagen 
    Messung von Spannung & Widerstand 
    Funktionskontrolle der Strom-Schutzmaßnahmen 
    Protokoll & Prüfplakette für elektrische Betriebssicherheit 

     
     

Nutzen Sie unsere kostenlose Sicherheitsunterweisung-Vorlage, um Risiken zu minimieren, Arbeitsunfälle zu vermeiden und die elektrische Betriebssicherheit zu gewährleisten. Strukturierte Checklisten helfen Ihnen, alle relevanten Schutzmaßnahmen gezielt zu überprüfen und zu dokumentieren. 

Jetzt herunterladen und Sicherheit auf das nächste Level heben!  

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Regel 4: Schutzmaßnahmen - FI-Schalter, RCDs und Co.

Ohne Schutzmaßnahmen kann Strom zur Gefahr werden! FI-Schalter (RCDs) und andere Sicherheitsvorrichtungen schützen vor Stromunfällen und verhindern lebensgefährliche Fehlerströme. Sie erhöhen die elektrische Sicherheit und minimieren Risiken für Mensch & Maschine in allen relevanten Bereichen deines Betriebs – von Werkstätten bis Bürogebäuden. 

Und ohne diesen Schutz? Da besteht die Gefahr von Stromunfällen, Brandrisiken und rechtlichen Konsequenzen! Eine Elektro-Sicherheitsprüfung (siehe Regel 3) deckt Schwachstellen auf und sichert deine elektrische Betriebssicherheit. 

 

Regel 5: ESD-Schutz am Arbeitsplatz

ESD steht für elektrostatische Entladung und beschreibt den plötzlichen Stromfluss zwischen zwei elektrisch unterschiedlichen Objekten. Diese Entladungen können empfindliche Elektronik beschädigen und zu teuren Ausfällen führen. 

  • ESD-Maßnahmen

    Um Ihre Geräte zu schützen, ist es wichtig, auf ESD-Schutzmaßnahmen wie die Verwendung von Erdungsstationen, Antistatik-Armbändern und speziellen ESD-Matten zu achten. Diese verhindern, dass statische Aufladungen auf Ihre Elektronik übergehen und somit Schäden verursachen. 
     
  • Vorteile von ESD-Arbeitsplatzmatten

    ESD-Arbeitsplatzmatten bieten einen wirksamen Schutz, indem sie statische Aufladungen ableiten und so eine sichere Arbeitsumgebung schaffen. Sie schützen nicht nur Ihre Geräte, sondern tragen auch zur elektrischen Sicherheit und Sicherheit von Elektronik bei. 
     

Stellen Sie sicher, dass Ihre Geräte sicher sind – fordern Sie noch heute eine ESD-Arbeitsplatzmatte zum Testen an und profitieren Sie von maximaler Elektrosicherheit!

 

Regel 6: Notfallmaßnahmen - bei Stromfall sofort reagieren

Ein Stromunfall kann im Betrieb schnell passieren. Die wichtigste Regel lautet: Sofort handeln! Trennen Sie sofort die Stromquelle – dazu am besten den Hauptschalter oder Not-Aus-Schalter betätigen, um die elektrische Sicherheit zu gewährleisten. Achten Sie darauf, sich selbst nicht zu gefährden, indem Sie Isoliermaterial (z. B. ein trockener Holzstab oder ein Gummihandschuh) verwenden, um die betroffene Person vom Strom zu befreien, nachdem dieser abgeschaltet wurde, oder die Gefahr durch den Stromquellenkontakt bereits neutralisiert ist. 

  • Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Stromunfällen

    Nach der Trennung von der Stromquelle müssen Sie schnell handeln, um lebensrettende Erste-Hilfe-Maßnahmen einzuleiten. Dazu gehören die Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW) und die stabilisierte Seitenlage, falls nötig. Bei schwereren Verletzungen oder Stromschlägen, die zu Verbrennungen führen, sofort den Notarzt verständigen und Erste Hilfe leisten, bis professionelle Hilfe eintrifft.  
     
  • Notfallpläne und -übungen für mehr Sicherheit

    Vorbeugung ist der Schlüssel zur Elektrosicherheit. Sorgen Sie dafür, dass für das Notfallmanagement im Betrieb klare Notfallpläne existieren, die alle wichtigen Schritte für den Fall eines Stromunfalls beinhalten. Regelmäßige Notfallübungen stellen sicher, dass alle Mitarbeiter im Ernstfall schnell und sicher reagieren können. Diese Maßnahmen erhöhen nicht nur die Sicherheit in der Elektronik, sondern schützen auch das Leben der Mitarbeiter. 
     
Flammen schlagen aus einer Steckdose: Die Konsequenzen von fehlenden Schutzmaßnahmen beim Strom können von Verletzung bis zum Tod reichen.
Elektrische Sicherheit bedeutet, dass durch Sicherheit in der Elektronik Gefahren wie Brände verhindert werden.

 

Regel 7: Mitarbeiterschulungen für die elektrische Sicherheit

Regelmäßige Schulungen zur elektrischen Sicherheit sind entscheidend, um das Risiko von Unfällen am Arbeitsplatz zu minimieren. Jede Schulung sollte wichtige Themen wie Elektrosicherheit, den sicheren Umgang mit Elektronik und die richtige Reaktion bei Notfällen abdecken. Praktische Übungen und interaktive Lernmethoden gewährleisten eine praxisorientierte Ausbildung, die das Bewusstsein für Sicherheit in der Elektronik stärkt und die Mitarbeiter effektiv auf potenzielle Gefahren vorbereitet.

 

Regel 8: Einhaltung gesetzlicher Vorgaben und Normen

Die elektrische Sicherheit ist eine der zentralen Aufgaben zur Vermeidung von Unfällen und Gefahren am Arbeitsplatz. Eine sorgfältige Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben schützt nicht nur die Gesundheit der Mitarbeiter, sondern minimiert auch rechtliche Risiken. neutralisiert ist. 

  • Wichtige Vorschriften und Normen

    Um die Elektrosicherheit zu gewährleisten, müssen die relevanten Vorschriften und Normen beachtet werden. Zu den wichtigsten Regelwerken gehören

     

    DGUV-Vorschriften (Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung) 
    VDE-Normen (Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik) 
    Berufsgenossenschaftliche Vorschriften

     

    Diese Normen regeln unter anderem für die Installation, Wartung und Prüfung von elektrischen Anlagen und Geräten, um Gefahren durch Stromunfälle zu vermeiden. 
     
  • Verantwortung des Arbeitgebers

    Der Arbeitgeber trägt die Verantwortung, dass alle gesetzlichen Anforderungen eingehalten werden. Das bedeutet, dass er verpflichtet ist, regelmäßig Sicherheitsprüfungen an elektrischen Anlagen und Geräten durchführen zu lassen. Zudem müssen alle Mitarbeiter im sicheren Umgang mit Elektrizität geschult werden, um Gefährdungen vorzubeugen. 
     
  • Umsetzung gesetzlicher Anforderungen

    Die gesetzlichen Anforderungen zur elektrischen Sicherheit umfassen auch: 
     
    Regelmäßige Prüfungen elektrischer Anlagen und Geräte 
    Gefährdungsbeurteilungen zur Identifizierung potenzieller Risiken 
    Dokumentation aller Sicherheitsmaßnahmen und Prüfprotokolle 
     
    Diese Maßnahmen müssen korrekt umgesetzt und überwacht werden, um sowohl die Sicherheit Elektronik als auch den Schutz der Mitarbeiter zu gewährleisten. Nur so wird sichergestellt, dass gesetzliche Vorgaben eingehalten und rechtliche Konsequenzen vermieden werden. 

 

 


Fazit: Elektrische Sicherheit für einen sicheren Betrieb

Ein sicherer Betrieb beginnt mit der elektrischen Sicherheit! Durch regelmäßige Inspektionen, die Wahl geprüfter Geräte und qualifizierte Fachkräfte kann das Risiko von Stromunfällen erheblich gesenkt werden. Achten Sie auf Schutzmaßnahmen, Schulungen und die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften, um Ihre Mitarbeiter und Ihre Elektronik optimal zu schützen.  

 

 
 

FAQ

 

Was sind die 5 Sicherheitsregeln gegen elektrische Gefährdung?

Die 5 Sicherheitsregeln gegen elektrische Gefährdung lauten: Freischalten, gegen Wiedereinschalten sichern, Spannungsfreiheit feststellen, erden und kurzschließen sowie benachbarte unter Spannung stehende Teile abdecken oder abschranken. Diese Schutzmaßnahmen gegen Strom dienen der elektrischen Sicherheit bei Installations-, Wartungs- und Reparaturarbeiten an Anlagen und Geräten, um Unfälle, Stromschläge, Verbrennungen oder sogar Tod durch gefährliche Spannungen zu verhindern. 

Was versteht man unter elektrischer Sicherheit?

Elektrische Sicherheit umfasst alle Maßnahmen zur Vermeidung von Gefahren durch elektrischen Strom, wie z. B. Schutzmaßnahmen gegen elektrische Gefährdung durch Isolierung, Erdung, Schutzschalter und das Lock-Out-Tag-Out-Verfahren (LOTO), um Verletzungen bei Installations-, Reparatur- und Wartungsarbeiten zu verhindern. Elektro-Sicherheitsprüfungen, die Einhaltung von Richtlinien sowie der Einsatz isolierter Werkzeuge und PSA sind entscheidend für die Sicherheit von Ingenieuren, Elektrikern und anderem Personal im Umgang mit Stromkreisen, Verkabelungen und Metall unter potenziell gefährlichen Bedingungen wie Nässe oder Kurzschlüssen. 

Welche elektrischen Sicherheitseinrichtungen gibt es?

Zu den elektrischen Sicherheitseinrichtungen gehören Schutzmaßnahmen wie Fehlerstromschutzschalter (FI-Schalter), Sicherungen, Überspannungsschutz und Erdungssysteme, die Gefahren durch elektrischen Strom minimieren und die elektrische Betriebssicherheit gewährleisten. Ingenieure und Elektriker setzen bei Installations-, Reparatur- und Wartungsarbeiten isolierte Werkzeuge, gut geplante Verkabelung, eindeutige Schilder sowie regelmäßige Elektro-Sicherheitsprüfungen zur Prävention von Verletzungen ein. 

Welche Sicherheitshinweise gibt es für elektrische Geräte?

Elektrische Sicherheit erfordert Schutzmaßnahmen wie regelmäßige Elektro-Sicherheitsprüfungen, fachgerechte Installationsarbeiten und sorgfältige Wartung, um Gefahren durch elektrischen Strom wie Verletzungen oder Brände zu vermeiden. Zur elektrischen Betriebssicherheit gehören die korrekte Absicherung von Stromkreisen, das Verwenden geprüfter Geräte und das Einhalten von Vorschriften zur Sicherheit in der Elektrik und Elektronik. 

 

 

 

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