Dauerhaftes Stehen am Arbeitsplatz kann zur echten Belastungsprobe werden – für Beine, Rücken und Konzentration. Studien zeigen: Bereits nach wenigen Stunden nehmen Muskelermüdung, Gelenkschmerzen und das Risiko für Langzeitschäden spürbar zu. In Produktionsbetrieben mit Fließbandarbeit oder Montage ist das Alltag – doch wie können Sie Ihre Mitarbeitenden wirksam entlasten?
Schuheinlagen oder Anti-Ermüdungsmatte? Zwei Ansätze, ein Ziel: ergonomisch arbeiten, Beschwerden reduzieren und Ausfallzeiten vermeiden. Doch welche Maßnahme wirkt tatsächlich besser – und langfristig?
In diesem Artikel erhalten Sie einen klaren Vergleich, Einblicke in aktuelle Studienergebnisse und eine praxisnahe Empfehlung, mit der Sie die Gesundheit Ihrer Mitarbeitenden gezielt fördern.
Tägliches Stehen auf harten Böden kann schnell zu gesundheitlichen Problemen führen. Muskelermüdung, Fußschmerzen, Knieschmerzen und Rückenschmerzen sind häufige Folgen. Besonders betroffen sind Maschinenbediener oder Mitarbeitende in der Pharma-, Metall- oder Elektroindustrie, wo lange Stehzeiten zur Norm gehören. Eine geeignete Fußentlastungslösung ist hier kein Luxus, sondern ein notwendiger Bestandteil des Arbeitsschutzes.
💡Weitere Informationen zur Vermeidung von Schmerzen an Füßen und Knien finden Sie im Beitrag über Fußschmerzen am Arbeitsplatz und Knieschmerzen am Arbeitsplatz.
Ein schlecht geplanter Steharbeitsplatz belastet die Körperhaltung, verringert die Durchblutung und reduziert die Produktivität. Die Folge: hoher Krankenstand, geringere Motivation und steigende Kosten. Unternehmen sind gemäß dem Arbeitsschutzgesetz verpflichtet, Arbeitsplätze ergonomisch zu gestalten und geeignete Maßnahmen zu ergreifen.
Besonders relevant ist dies für die Produktion, wo ergonomische Anforderungen laut gesetzlicher Vorgaben (z. B. Arbeitsstättenverordnung) umgesetzt werden müssen. Ergonomische Hilfsmittel am Arbeitsplatz und Ergonomie in der Produktion liefern hier wertvolle Orientierung. Rechtliche Grundlagen bietet zudem der Beitrag über ergonomische Vorgaben laut Gesetz.
Einlegesohlen oder orthopädische Schuheinlagen passen sich der Fußform an, verbessern den Schuhkomfort und unterstützen das Fußgewölbe. Einige Modelle bieten gezielte Druckentlastung oder wirken vibrationsdämpfend.
Schuheinlagen eignen sich besonders für Mitarbeitende mit bestehenden orthopädischen Beschwerden. Für eine ganzheitliche Arbeitsplatzgestaltung bieten sie jedoch nur begrenzte Möglichkeiten.
Hochwertige Anti-Ermüdungsmatten bestehen meist aus Gummi. Sie bieten Dämpfung, Thermoisolierung, Anti-Rutsch-Eigenschaften und eine verbesserte Standsicherheit.
Besonders empfehlenswert ist die ERGOLASTEC® Matte mit RFLX-Rückseite, die für maximale Rückstellkraft, optimale Bodenhaftung sowie Resistenz gegenüber Chemikalien, Ölen und Spänen sorgt.
Weitere Details zur Wirkung finden Sie im Beitrag Anti-Ermüdungsmatte sinnvoll?
| KRITERIUM | SCHUHEINLAGEN | ANTI-ERMÜDUNGSMATTEN |
| Wirkung auf Ermüdung | Gering | Hoch |
| Fußgesundheit | Individuell | Ganzheitlich |
| Kosten | Geringe Anschaffungskosten, allerdings jährlicher Austausch notwendig | Höher, aber wirtschaftlich (Return on Prevention) |
| Wartung | Keine | Regelmäßige Reinigung empfohlen |
| Langzeitwirkung | Begrenzt | Langfristig |
| Arbeitsplatzgestaltung | Nicht beeinflusst | Wesentlicher Bestandteil |
| Energieersparnis | Keine | Möglich durch weniger Ausfallzeiten |
Ob Einlegesohlen oder Bodenmatte – beide Optionen haben ihre Berechtigung. In der Praxis zeigen jedoch Erfahrungsberichte und Studien, dass Arbeitsplatzmatten umfassendere Effekte erzielen.
Insbesondere der Beitrag über Return on Prevention zeigt, dass Investitionen in ergonomische Maßnahmen langfristig hohe Einsparpotenziale bieten.
Ein besonderes Highlight: die FIOT-Feldstudie, in der 89 Probanden aus sieben Unternehmen untersucht wurden. Dabei zeigte sich, dass Anti-Ermüdungsmatten messbare Vorteile für Gesundheit, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit bringen.
Schuheinlagen oder Stehmatte? Die Antwort hängt vom Ziel ab:
Für eine nachhaltige Entlastung bei Steharbeit sind Anti-Ermüdungsmatten die wirkungsvollere Maßnahme. Sie verbessern die Körperhaltung, verringern die muskuläre Belastung, steigern das Wohlbefinden und tragen zur Reduktion des Krankenstandes bei.
63 % der Befragten stehen lieber auf einer Matte
Deutlich geringere Zunahme des Wadenumfangs (Schutz vor Ödemen)
Signifikant weniger Muskelermüdung
Mehr Gleichgewicht und Standstabilität
Höheres subjektives Wohlbefinden
Weitere Vorteile:
Rückseite mit innovativer RFLX-Technologie
Ergänzende Maßnahmen zur Senkung des Krankenstandes finden Sie im Beitrag über hohen Krankenstand in der Produktion sowie in unserer Analyse zu Bionik als Inspirationsquelle in der Ergonomie.