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Arbeitssicherheitsbeauftragter: Aufgaben umfassen Sicherheit, Gesundheit und Prävention

  • März 21, 2025

Sicherheitsbeauftragter schützt Mitarbeiter und optimiert die Sicherheitskultur im Betrieb

Ein umgestürzter Stapler, eine defekte Schutzeinrichtung oder rutschige Böden – oft sind es kleine Nachlässigkeiten, die zu schweren Unfällen führen. Genau hier kommt ein Arbeitssicherheitsbeauftragter ins Spiel: Zu seinen Aufgaben gehört, dass Sicherheitsstandards eingehalten, Gefahren frühzeitig erkannt und Mitarbeiter sensibilisiert werden. Doch was macht ein Sicherheitsbeauftragter genau, und welche Rechte und Pflichten bringt diese verantwortungsvolle Position mit sich? Von der Kontrolle der Arbeitsmittel bis hin zur Schulung der Kollegen – die Aufgaben, die ein Arbeitssicherheitsbeauftragter im Betrieb erledigt, sind vielfältig und gesetzlich geregelt. In diesem Artikel erfahren Sie, welche Aufgaben der Sicherheitsbeauftragte im Betrieb hat, welche gesetzliche Grundlage gilt und warum diese Rolle für jedes Unternehmen unverzichtbar ist. 

 


Was ist ein Arbeitssicherheitsbeauftragter und welche Aufgaben hat er?

Ein Arbeitssicherheitsbeauftragter (auch Sicherheitsbeauftragter genannt) ist qua Definition ein wichtiger Akteur im Betrieb, wenn es um die Einhaltung von Sicherheitsstandards und den Schutz der Mitarbeiter geht. Er unterstützt die Geschäftsleitung und Belegschaft dabei, Unfälle zu vermeiden und die gesetzlichen Vorgaben im Arbeitsschutz umzusetzen. Doch welche Aufgaben hat ein Sicherheitsbeauftragter konkret? 

  • Aufgaben Arbeitssicherheitsbeauftragter (1)1. Überwachung der Sicherheitsvorkehrungen und Vorschriften 

    Der Sicherheitsbeauftragte prüft regelmäßig, ob die vorgeschriebenen Schutzmaßnahmen eingehalten werden. Er erkennt Gefahrenquellen und sorgt dafür, dass Sicherheitsmängel schnellstmöglich behoben werden. 
     
     
     
  • Aufgaben Arbeitssicherheitsbeauftragter (3)2. Risikobewertung und -management

    Ein wesentlicher Bestandteil der Pflichten eines Sicherheitsbeauftragten ist die Einschätzung möglicher Gefahrenquellen. Er analysiert Arbeitsabläufe, bewertet Risiken und schlägt präventive Maßnahmen vor, um Unfälle zu vermeiden.  
     
     
  • Aufgaben Arbeitssicherheitsbeauftragter (5)3. Schulung und Sensibilisierung der Mitarbeiter 

    Ein Sicherheitsbeauftragter hat nicht nur eine Überwachungsfunktion, sondern auch eine beratende Rolle. Er informiert Mitarbeiter über Sicherheitsvorschriften und vermittelt durch Schulungen ein Bewusstsein für Gefahren im Arbeitsalltag.  
     
     
  • Aufgaben Arbeitssicherheitsbeauftragter (9)4. Dokumentation und Berichterstattung 

    Die Einhaltung von Sicherheitsstandards muss dokumentiert werden. Der Sicherheitsbeauftragte hält Mängel, Maßnahmen und Vorfälle schriftlich fest und berichtet an die Führungsebene, um kontinuierliche Verbesserungen im Arbeitsschutz zu gewährleisten. 
     
     
  • Aufgaben Arbeitssicherheitsbeauftragter (6)

    5. Zusammenarbeit mit Führungskräften und Arbeitsschutzbehörden 

    Als Bindeglied zwischen Belegschaft, Unternehmensleitung und Behörden trägt der Sicherheitsbeauftragte Verantwortung für die Kommunikation sicherheitsrelevanter Themen. Er arbeitet eng mit externen Prüfern zusammen und sorgt für die Einhaltung der gesetzlichen Grundlagen. 

 


Gesetzliche Grundlage: Wozu ist ein Sicherheitsbeauftragter verpflichtet?

Ein Sicherheitsbeauftragter ist ein zentraler Akteur im Arbeitsschutz. Seine Aufgaben sind klar im Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG), den Unfallverhütungsvorschriften (UVV) und weiteren Normen definiert. 

 

Gesetzliche Vorschriften und Normen

Die gesetzliche Grundlage für die Arbeitssicherheitsbeauftragten ergibt sich aus: 

  • Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) – Verpflichtung des Arbeitgebers, sichere Arbeitsbedingungen zu schaffen 
  • Sozialgesetzbuch VII (SGB VII) – Regelungen zur Unfallverhütung und Prävention 
  • DGUV Vorschrift 1 – Pflichten und Mitwirkung im betrieblichen Arbeitsschutz 

Diese Gesetze und Vorschriften legen fest, welche Aufgaben der Sicherheitsbeauftragte im Betrieb hat. Dazu gehört vor allem, Gefahrenquellen zu erkennen, Sicherheitsmängel zu melden und die Einhaltung von Schutzmaßnahmen zu unterstützen. 

 

Haftung und Verantwortung 

Ein weit verbreiteter Irrglaube: Der Sicherheitsbeauftragte trägt keine direkte rechtliche Verantwortung für Arbeitsunfälle oder Verstöße – diese bleibt beim Arbeitgeber. Dennoch hat er eine wichtige Rolle: 
  • Melden statt Schweigen: Werden Sicherheitsmängel nicht kommuniziert, kann das arbeitsrechtliche Konsequenzen haben.
  • Vorbildfunktion: Sicherheitsstandards aktiv fördern und Mitarbeiter sensibilisieren. 
  • Keine Weisungsbefugnis: Der Sicherheitsbeauftragte gibt Hinweise, entscheidet aber nicht über Maßnahmen. 

 

Ein wichtiges Bindeglied im Arbeitsschutz

Ein Sicherheitsbeauftragter ist ein unterstützendes Bindeglied zwischen Belegschaft und Führungsebene. Die Definition des Sicherheitsbeauftragten macht klar: Er trägt zur Umsetzung von Arbeitsschutzmaßnahmen bei, aber haftet nicht für Verstöße anderer. Trotzdem trägt er eine hohe Verantwortung für die Sicherheitskultur im Unternehmen. 

 

Finder tippt auf Piktogramme, die für Aspekte des Arbeitsschutzes stehen: Sie erklären, was ein Sicherheitsbeauftragter in Betrieb so macht und welche Rechte und Pflichten er oder sie hat.
Die Aufgaben, die ein Arbeitssicherheitsbeauftragter zu erfüllen hat, sind vielfältig und gesetzlich festgeschrieben.

 

 


5 Tipps zur praktischen Umsetzung im Arbeitsalltag

Ein Arbeitssicherheitsbeauftragter hat die wichtige Aufgabe, Sicherheitsstandards im Unternehmen zu fördern und zu überwachen. Doch wie gelingt das in der Praxis? Hier sind fünf praxisnahe Tipps, um die Rolle effektiv auszufüllen: 

 

  • 5 Tipps für Sicherheitsbeauftragte (1)1. Schaffen Sie ein „Sicherheit-First"-Mindset im Unternehmen 

    Sicherheit muss zur Selbstverständlichkeit werden! Sensibilisieren Sie alle Mitarbeiter kontinuierlich, beispielsweise durch regelmäßige Schulungen, Sicherheitskampagnen und Vorbildverhalten. Ein starkes Sicherheitsbewusstsein reduziert Risiken und stärkt den Teamgeist. 
     
     
  • 5 Tipps für Sicherheitsbeauftragte (2)2. Binden Sie Kollegen aktiv mit ein

    Arbeitssicherheit ist keine Einzelleistung. Motivieren Sie Ihre Kollegen, sich aktiv an Sicherheitsmaßnahmen zu beteiligen. Organisieren Sie Feedback-Runden, um Verbesserungsvorschläge aus der Belegschaft zu sammeln, und setzen Sie Sicherheitsbotschafter in den Teams ein.  
     
     
  • 5 Tipps für Sicherheitsbeauftragte (3)3. Nutzen Sie technologische Tools für mehr Transparenz 

    Digitale Lösungen helfen, Gefahren frühzeitig zu erkennen und Maßnahmen effizient umzusetzen. Nutzen Sie Apps zur Erfassung von Beinahe-Unfällen, digitale Checklisten für Sicherheitsbegehungen und moderne E-Learning-Programme für Schulungen. 
     
     
  • 5 Tipps für Sicherheitsbeauftragte (4)4. Vermeiden Sie „Überregulierung" – setzen Sie auf praktikable Lösungen 

    Zu viele Regeln können zu Ablehnung führen. Statt endloser Vorschriften setzen Sie auf klare, verständliche und umsetzbare Sicherheitsmaßnahmen. Ein pragmatischer Ansatz erleichtert die Einhaltung und steigert die Akzeptanz unter den Mitarbeitern.
     
     
  • 5 Tipps für Sicherheitsbeauftragte (5)5. Machen Sie Sicherheit sichtbar – Visualisieren Sie wichtige Sicherheitsinformationen 

    Plakate, Infotafeln oder digitale Displays mit Sicherheitsregeln und aktuellen Unfallstatistiken schaffen Aufmerksamkeit. Klare Visualisierungen erinnern täglich an sicheres Verhalten und fördern ein nachhaltiges Sicherheitsbewusstsein. 

 

 

 


Arbeitsschutzbeauftragter als Treiber von Innovationen 

Der Arbeitssicherheitsbeauftragte ist weit mehr als ein Regelhüter – mit seinen Aufgaben und Pflichten ist er zugleich ein Innovationsmotor für Unternehmen. Indem er proaktive Sicherheitsstrategien entwickelt, identifiziert er frühzeitig Risiken und verwandelt sie in Chancen für effizientere Prozesse und neue Technologien. Die Schaffung einer gelebten Sicherheitskultur fördert nicht nur die Akzeptanz von Schutzmaßnahmen, sondern auch eine offene Fehlerkultur, die kreative Lösungsansätze ermöglicht.  

 

Was ist ein Sicherheitsbeauftragter? Verbindung von Arbeitsschutz und Fortschritt 

Ein Sicherheitsbeauftragter im Unternehmen trägt die Verantwortung für die Einhaltung der gesetzlichen Grundlagen wie auch für die kontinuierliche Verbesserung des Sicherheitsstandards durch moderne Technologien und optimierte Abläufe. So wird er zum Treiber von Innovationen, der Arbeitsschutz und Fortschritt nachhaltig verbindet.  

 


Arbeitsplatzmatten als Maßnahme im Sicherheitskonzept

Arbeitsplatzmatten sind ein einfaches, aber effektives Element im Sicherheitskonzept eines Unternehmens und unterstützen das Risikomanagement in der Industrie. Sie reduzieren Risiken wie Stolpergefahr durch rutschfeste Oberflächen und abgeschrägte Kanten, die Unfälle verhindern. Gleichzeitig verringern Anti-Ermüdungsmatten die Belastung durch langes Stehen, was Rücken- und Gelenkprobleme vorbeugt und die Ergonomie am Arbeitsplatz fördert. 

 

Arbeitsplatzmatten als Sicherheitskonzept

 

Schutz bei extremem Lärm oder hohen Temperaturen

Für das Risikomanagement in der Industrie und die Gefährdungsbeurteilung am Arbeitsplatz bieten Matten eine wichtige Unterstützung in der betrieblichen Präventionsarbeit. Sie verbessern nicht nur das Wohlbefinden, sondern tragen auch zur Arbeitssicherheit im Betrieb bei. In speziellen Bereichen mit extremen Temperaturen oder Lärm bieten spezialisierte Matten, wie z.B. ESD-Matten oder Gesundheitsmatten, zusätzlichen Schutz. 

 

Integration von ergonomischen Matten in das Sicherheitskonzept

Durch die Integration von ergonomischen Matten in das Sicherheitskonzept wird die PSA in der Arbeitssicherheit effektiv unterstützt und Explosionsschutz sowie andere Sicherheitsaspekte berücksichtigt. 

 


 

 


Arbeitssicherheitsbeauftragter steigert Sicherheit im Betrieb

Der Arbeitssicherheitsbeauftragte spielt eine zentrale Rolle bei der Implementierung von Sicherheitsmaßnahmen und der Gefährdungsbeurteilung am Arbeitsplatz. Durch gezielte präventive Arbeit sorgt er für den Schutz der Mitarbeiter, minimiert Stolpergefahren und reduziert gesundheitliche Belastungen. Er unterstützt das Risikomanagement in der Industrie und fördert die Einhaltung von Sicherheitsstandards. So trägt er maßgeblich zur Arbeitssicherheit im Betrieb und zur Steigerung des Wohlbefindens der Belegschaft bei. 

 

 


FAQs

 

Was ist der Unterschied zwischen einem Sicherheitsbeauftragten und einer Fachkraft für Arbeitssicherheit?

Ein Arbeitssicherheitsbeauftragter ist ein Beschäftigter, dessen Aufgaben gemäß § 20 der DGUV Vorschrift 1 darin bestehen, den Arbeitgeber bei der Unfallverhütung zu unterstützen, Mängel zu melden und das Sicherheitsbewusstsein im Betrieb zu stärken. Er hat jedoch keine Weisungsbefugnis. Eine Fachkraft für Arbeitssicherheit (SiFa) ist ein speziell ausgebildeter Berater, der den Arbeitgeber umfassend zu Gefahren, Schutzeinrichtungen, PSA, Arbeitsmitteln und Gesundheitsrisiken berät, Betriebsbegehungen durchführt und im Arbeitsschutzausschuss (ASA) mitwirkt. 

Welche praktischen Maßnahmen kann ich ergreifen, um die Akzeptanz neuer Sicherheitslösungen im Unternehmen zu erhöhen?

Um die Akzeptanz neuer Sicherheitslösungen im Unternehmen zu erhöhen, sollte ein Sicherheitsbeauftragter die Rechte, Pflichten und Aufgaben der Mitarbeitenden im Unternehmen kennen. Er sollte die Beschäftigten frühzeitig einbinden, sie über gesetzliche Grundlagen informieren und praxisnahe Schulungen zu Schutzeinrichtungen, Schutzausrüstung und sicheren Arbeitsmitteln anbieten. Zudem stärkt eine offene Beratung das Vertrauen, indem konkrete Maßnahmen zur Reduzierung von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten erläutert und der Nutzen erhöhter Sicherheitsstandards für die Gesundheit der Mitarbeitenden verdeutlicht werden. 

Was tun, wenn die Sicherheitskultur im Unternehmen schwach ausgeprägt ist und Mitarbeiter Sicherheitsvorkehrungen ignorieren?

Wenn die Sicherheitskultur im Unternehmen schwach ist und Mitarbeiter Sicherheitsvorkehrungen ignorieren, sollte ein Arbeitssicherheitsbeauftragter gemäß seinen gesetzlich verankerten Aufgaben auf die Einhaltung der Sicherheitsstandards achten, indem er Beschäftigte sensibilisiert, Arbeitsmittel und Schutzeinrichtungen überprüft sowie Präventionsmaßnahmen gegen Arbeitsunfälle fördert. Seine Rechte und Pflichten umfassen zudem die Beratung der Unternehmensleitung, das Melden von Mängeln und die Unterstützung bei der Umsetzung sicherheitsrelevanter Maßnahmen im Betrieb. 

Was kann ich tun, wenn Führungskräfte Sicherheitsmaßnahmen als weniger prioritär ansehen?

Als Sicherheitsbeauftragter kannst du Führungskräfte durch gezielte Aufklärung über gesetzliche Grundlagen und Unternehmensverantwortung sensibilisieren, indem du die Pflichten gemäß Arbeitsschutzgesetz und Unfallverhütungsvorschriften hervorhebst. Zudem kannst du durch regelmäßige Sicherheitsaudits, das Aufzeigen von Unfallrisiken und die Bedeutung von Schutzeinrichtungen sowie Sicherheitsstandards nachdrücklich für mehr Priorität in der Arbeitssicherheit werben. 

 

 

 

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